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GOTS & Seifensäckchen: Das Reinheitsgebot für Textil

GOTS (Global Organic Textile Standard) ist die weltweit strengste Zertifizierung für Bio-Textilien – und der einzige Standard, der ökologische und soziale Anforderungen gleichzeitig über die gesamte Produktionskette verbindlich prüft. Er definiert, was ein Textilprodukt leisten muss, um als wirklich „biologisch" gelten zu können: kein synthetisches Finish, keine verbotenen Chemikalien, lückenlos dokumentierte Lieferkette, fair bezahlte Arbeitskräfte. Das QUOALA Seifensäckchen erfüllt die strengste GOTS-Stufe – „Organic" mit mindestens 95 % zertifizierten Bio-Fasern. In diesem Artikel erklären wir genau, was das bedeutet, wie die Zertifizierung funktioniert – und warum GOTS für Textilien, die täglich direkt auf Deine Haut kommen, der entscheidende Standard ist.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • GOTS ist die weltweit strengste Zertifizierung für Bio-Textilien – sie prüft jede Produktionsstufe vom Anbau bis zur Verpackung.
  • Zwei Stufen: „Organic" (≥95 % Bio-Fasern) und „Made with organic" (≥70 %). Das QUOALA Seifensäckchen erfüllt die strengere Stufe.
  • Verboten sind alle giftigen Chemikalien, Schwermetalle und hormonell wirksamen Substanzen – besonders wichtig für Textilien in direktem Hautkontakt.
  • Biologischer Anbau schützt Böden, Wasserressourcen und Bauern: kein GMO-Saatgut, keine synthetischen Pestizide, weniger Wasserverbrauch.
  • Soziale Verantwortung ist verbindlich: GOTS schreibt ILO-Kernarbeitsnormen vor – keine Kinderarbeit, existenzsichernde Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen.
  • GOTS vs. andere Label: Der einzige Standard, der Ökologie UND Soziales gleichzeitig über die gesamte Kette verbindlich prüft – nicht nur das fertige Produkt.

1. Die Label-Stufen: Was steckt wirklich drin?

GOTS unterscheidet streng zwischen zwei Zertifizierungsstufen, um Greenwashing zu verhindern. Unser Ziel ist maximale Transparenz:

  • „Organic" (Bio): Erfordert einen Anteil von mindestens 95 % zertifizierten Bio-Fasern. Das QUOALA Seifensäckchen erfüllt diese strengste Stufe.
  • „Made with organic" (Hergestellt aus Bio): Erfordert mindestens 70 % zertifizierte Bio-Fasern.

Wichtig für Dich: GOTS prüft die gesamte Chain-of-Custody. Das bedeutet, wir können lückenlos nachweisen, dass die Bio-Baumwolle oder das Bio-Leinen auf dem Weg vom Feld zur Weberei niemals mit konventionellen, gespritzten Fasern vermischt wurde. Jede Produktionsstufe – Spinnen, Weben, Färben, Konfektion, Verpackung – muss von einem akkreditierten, unabhängigen GOTS-Zertifizierer geprüft sein.

Wie die Zertifizierung funktioniert

GOTS wird nicht von einer einzelnen Behörde vergeben – sondern von weltweit akkreditierten, unabhängigen Zertifizierungsstellen, die regelmässig durch die GOTS-Dachorganisation selbst kontrolliert werden. Der Ablauf in der Praxis:

  1. Jährliche Audits: Jedes Unternehmen in der Kette – Baumwollspinnerei, Weberei, Färberei, Konfektionär – muss sich jährlich vor Ort prüfen lassen. Nicht nur Dokumentationsaudits: Die Prüfer nehmen Gewebeproben für chemische Labortests mit.
  2. Unangekündigte Inspektionen: Zusätzlich zu den Pflicht-Audits sind unangekündigte Stichprobenkontrollen jederzeit möglich.
  3. Öffentliche Datenbank: Alle GOTS-zertifizierten Unternehmen und ihre Produkte sind in der offiziellen GOTS-Datenbank einsehbar – Du kannst die Zertifikatsnummer eines QUOALA-Produktes jederzeit dort verifizieren.

Zusammenfassung: GOTS unterscheidet zwei Stufen: „Organic" (≥95 % Bio-Fasern) und „Made with organic" (≥70 %). Entscheidend ist die Chain-of-Custody – der lückenlose Nachweis, dass keine konventionellen Fasern eingemischt wurden. Jährliche Audits und öffentliche Datenbank verhindern Greenwashing. Das QUOALA Seifensäckchen erfüllt die strengste Stufe.

2. Chemische Sicherheit: Schutz für Haut und Umwelt

Ein Seifensäckchen nutzt Du nass auf Deiner Haut. Es reibt direkt über Deine Poren. Deshalb sind die GOTS-Richtlinien für die „Nassverarbeitung" (Färben, Bleichen, Finishen) so entscheidend – und so viel strenger als bei konventioneller Textilproduktion.

Strenge Input-Listen: Was konkret verboten ist

Alle verwendeten Farbstoffe und Hilfsmittel müssen vorab durch die GOTS-Liste genehmigt sein. Verboten sind unter anderem[1]:

  • Giftige Schwermetalle (Chrom VI, Nickel, Blei, Quecksilber) – häufig in konventionellen Reaktivfarbstoffen
  • Azofarbstoffe, die aromatische Amine freisetzen können – nachweislich hautsensibilisierend
  • Formaldehyd-Harze als Textilausrüstung – trotz weiter Verbreitung in konventioneller Hemden-Produktion
  • Phthalate und APEO (Alkylphenolethoxylate) – endokrin wirksame Substanzen, auch als „Hormonstörer" bekannt
  • Chlor-Bleiche – herkömmliches Bleichen mit Chlor wird durch GOTS verboten, erlaubt sind nur Wasserstoffperoxid-basierte Methoden

Vermeidung von Hautirritationen

Durch den Verzicht auf diese Rückstände in den Fasern ist das Säckchen besonders sicher für sensible Hauttypen und Allergiker. Gerade beim nassen, mechanischen Kontakt mit der Haut – wie beim Waschen mit einem Seifensäckchen – ist dieser Unterschied zur konventionellen Textilproduktion deutlich spürbar.

Verpflichtende Abwasserklärung

Fabriken müssen moderne Kläranlagen betreiben. Der CSB-Wert (Chemischer Sauerstoffbedarf) des Abwassers wird streng überwacht, damit keine giftige „Suppe" die lokalen Flüsse belastet. Das ist relevant: Konventionelle Textilproduktion gehört zu den grössten Wasserverschmutzern weltweit[1].

Zusammenfassung: Für Textilien in direktem Hautkontakt ist chemische Sicherheit entscheidend. GOTS verbietet konkret: giftige Schwermetalle, Azofarbstoffe, Formaldehyd-Harze, Phthalate, APEO und Chlor-Bleiche – und reguliert sogar die Abwasserqualität der produzierenden Fabriken.

3. Ökologischer Anbau (Farming Methods)

GOTS beginnt lange vor der Fabrik. Die Fasern stammen aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft – mit weitreichenden Konsequenzen für Umwelt, Klima und die Menschen im Anbaugebiet.

  • Kein Gen-Mais, keine Gen-Baumwolle: Der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut (GMO) ist verboten. Das schützt die Sortenvielfalt und verhindert die Kontamination benachbarter Bio-Felder.
  • Gesunde Böden: Durch Fruchtfolge und natürliche Düngung bleibt der Boden fruchtbar und kann mehr CO2 speichern als konventionell bewirtschaftete Felder. Baumwolle ist eine der nährstoffintensivsten Kulturen – biologischer Anbau verhindert die Erschöpfung des Bodens.
  • Keine synthetischen Pestizide: Das schützt nicht nur die Natur, sondern verhindert auch, dass Bauern bei der Ernte gefährlichen Nervengiften ausgesetzt sind. Konventioneller Baumwollanbau ist für rund 10 % des weltweiten Pestizideinsatzes verantwortlich – bei nur 2,5 % der Anbaufläche.
  • Reduzierter Wasserverbrauch: Biologisch angebaute Baumwolle braucht im Schnitt deutlich weniger Bewässerungswasser als konventionelle Baumwolle – weil gesunde Böden Wasser besser speichern. Gerade in wasserarmen Anbauregionen ist das ein entscheidender Vorteil.

Zusammenfassung: Biologischer Anbau schützt sowohl die Umwelt als auch die Menschen im Anbaugebiet. Kein GMO-Saatgut, keine synthetischen Pestizide, gesündere Böden, reduzierter Wasserverbrauch – das Ergebnis sind sicherere Fasern und eine Produktion, die planetare Grenzen respektiert.

4. Soziale Verantwortung: Mehr als nur ein Job

Ein Produkt ist nur dann gut, wenn auch die Menschen dahinter geschätzt werden. GOTS basiert auf den strengen Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Das bedeutet für die Textilarbeiter konkrete, messbare Mindeststandards:

  • Keine Kinderarbeit: Strikt verboten und engmaschig kontrolliert. GOTS-Auditor*innen prüfen Lohnlisten, Altersbelege und Schulbesuchsnachweise der lokalen Kinder.
  • Living Wages statt Mindestlohn: GOTS fordert existenzsichernde Löhne – das ist ein wichtiger Unterschied zum gesetzlichen Mindestlohn, der in vielen Produktionsländern nicht zum Leben reicht. Living Wages orientieren sich an den tatsächlichen Lebenshaltungskosten vor Ort.
  • Geregelte Arbeitszeiten: Keine exzessiven, erzwungenen Überstunden. Freiwillige Überstunden sind erlaubt, müssen aber angemessen vergütet werden.
  • Sicherheit am Arbeitsplatz: Regelmässige H&S-Audits (Health & Safety) garantieren sichere Arbeitsbedingungen – von Schutzausrüstung bis zur Luftqualität in Webereien und Färbereien.
  • Koalitionsfreiheit: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren und kollektiv zu verhandeln – auch das ist Teil der ILO-Kernarbeitsnormen[2].

Zusammenfassung: GOTS macht soziale Mindeststandards zur Pflicht: Kinderarbeit verboten, Living Wages statt Mindestlohn, geregelte Arbeitszeiten, H&S-Audits und Koalitionsfreiheit. Wer ein GOTS-Produkt kauft, unterstützt faire Bedingungen auf jeder Stufe der Lieferkette.

5. Zertifizierung v7.0: Immer am Puls der Zeit

Der GOTS-Standard wird laufend verschärft. Die aktuelle Version 7.0 ist die bisher anspruchsvollste – mit drei wesentlichen Neuerungen gegenüber der Vorgängerversion:

  • Stärkere Sorgfaltspflichten (Human Rights Due Diligence): Unternehmen müssen nun aktiv Risiken für Menschenrechte in ihrer gesamten Lieferkette identifizieren und dokumentieren – nicht nur auf der direkt zertifizierten Ebene. Das entspricht dem Geist des EU-Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes.
  • Verschärfte Chemikalienanforderungen: Weitere Substanzen wurden in die Verbotsliste aufgenommen, insbesondere neuartige PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), die in anderen Kontexten noch weit verbreitet sind.
  • Erweiterte Klimaanforderungen: Zertifizierte Unternehmen werden zunehmend zur Messung und Reduktion ihres CO2-Fussabdrucks verpflichtet. GOTS entwickelt sich von einem Produktstandard zu einem Nachhaltigkeitsrahmen.

Wenn Du ein GOTS-Produkt von QUOALA kaufst, investierst Du in die Zukunft der Textilindustrie – fair, sauber und sicher.

Zusammenfassung: GOTS v7.0 verschärft drei Bereiche: stärkere Menschenrechts-Sorgfaltspflichten, erweiterte Chemikalienverbote (inkl. PFAS) und neue Klimaanforderungen. Der Standard entwickelt sich aktiv weiter – und wird nicht weniger streng.

6. GOTS im Vergleich: Was andere Siegel nicht leisten

Der Markt für Textilsiegel ist unübersichtlich. Hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick – damit Du weisst, warum GOTS für uns die einzig akzeptable Wahl ist.

Öko-Tex Standard 100

Öko-Tex 100 testet das fertige Produkt auf Schadstoffe. Das ist wertvoll – aber es sagt nichts über den Anbau, nichts über die Arbeitsbedingungen in der Fabrik, und nichts darüber, ob die Rohfasern biologisch angebaut wurden. Ein konventionell produziertes Polyestershirt kann Öko-Tex 100 tragen. GOTS-Ware nicht – weil die Anforderungen von Beginn der Lieferkette an gelten.

EU-Ecolabel (Blauer Umweltengel / Europäisches Umweltzeichen)

Das EU-Ecolabel setzt Umweltanforderungen für den Herstellungsprozess, deckt aber keine biologischen Anbaustandards ab und hat weniger strenge chemische Grenzwerte als GOTS. Soziale Standards sind nicht Teil des Zertifizierungssystems. Es ist ein nützliches Basislabel – aber kein Ersatz für GOTS.

Fairtrade (Textil)

Fairtrade setzt den Schwerpunkt auf faire Handelsbedingungen und Preisgarantien für Bauern – besonders im Globalen Süden. Das ist wichtig und wertvoll. Allerdings deckt Fairtrade die chemische Sicherheit der Nassverarbeitung und die Abwasserqualität nicht im gleichen Detailgrad ab wie GOTS. Die Ansätze ergänzen sich – GOTS ist breiter in der ökologischen Tiefe.

Warum GOTS allein die gesamte Kette abbildet

Kriterium GOTS Öko-Tex 100 Fairtrade
Biologischer Anbau teilweise
Chemische Sicherheit (Nassverarbeitung) ✅ (sehr streng) ✅ (fertiges Produkt)
Soziale Standards (ILO) ✅ (Hauptfokus)
Chain-of-Custody (gesamte Kette) teilweise
Öffentlich verifizierbar

Eine wichtige Beobachtung in der Praxis: Viele Hersteller kombinieren mehrere Label – zum Beispiel Öko-Tex 100 für chemische Sicherheit und Fairtrade für soziale Komponenten. Das ist besser als nichts. Aber es ist aufwendig für Konsumentinnen und Konsumenten, diese Kombinationen zu lesen und zu verstehen. GOTS bietet den Vorteil eines integrierten, gesamtheitlichen Rahmens: Eine Zertifizierung, die alle Kernfragen gleichzeitig beantwortet – transparent, jährlich verifiziert und öffentlich nachprüfbar. Wer sich einmal die GOTS-Datenbank ansieht, versteht sofort, welcher Betrieb auf welcher Stufe der Kette zertifiziert ist. Dieses Mass an Nachvollziehbarkeit sucht man bei anderen Label vergebens.

Zusammenfassung: Öko-Tex 100 testet das fertige Produkt, nicht den Anbau. Fairtrade fokussiert Handelsfairness, nicht chemische Sicherheit. Nur GOTS kombiniert biologischen Anbau, strenge Chemikalienanforderungen, Abwasserstandards, Chain-of-Custody und ILO-Sozialstandards in einem einzigen, jährlich auditierten System – öffentlich und nachprüfbar.

GOTS – Global Organic Textile Standard Logo

Global Organic Textile Standard (GOTS)

Der einzige Standard, der alle Stufen der Lieferkette – vom Anbau bis zur Verpackung – gleichzeitig abdeckt:

  • Biologischer Faseranbau – mindestens 95 % zertifizierte Bio-Fasern (Stufe „Organic")
  • Chemikalienverbote in der Nassverarbeitung (Färben, Bleichen, Finishen)
  • Abwasserqualität – regulierter CSB-Wert für alle Produktionsbetriebe
  • Soziale Standards nach ILO-Kernarbeitsnormen (keine Kinderarbeit, Living Wages)
  • Chain-of-Custody – lückenloser Nachweis durch die gesamte Lieferkette
  • Verpackung & Etikettierung – GOTS-konforme Standards bis zum Endprodukt

7. Das Seifensäckchen: Material, Peeling & Nachhaltigkeit

QUOALA Seifensäckchen Bio-Leinen Nahaufnahme – offene Leinenwebstruktur
Die offene Bio-Leinenwebstruktur: natürliche Exfoliation, kein Mikroplastik.

Bio-Leinen (Linum usitatissimum) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt – und eine der am besten für Textilien in direktem Hautkontakt geeigneten Fasern. Kein anderes pflanzliches Material vereint so viele Eigenschaften, die für ein Duschprodukt ideal sind.

Das Seifensäckchen als Peeling-Tool

Die offene Leinenwebstruktur erzeugt beim nassen Reiben eine sanfte, aber wirksame mechanische Peeling-Wirkung. Die Leinenfäden bilden eine leicht strukturierte Oberfläche, die beim Kontakt mit der Haut aktiv arbeitet:

  • Abgestorbene Hautzellen löst. Die oberste Schicht der Hornhaut wird sanft abgetragen, ohne die Haut zu reizen – tägliche natürliche Hauterneuerung.
  • Die Durchblutung anregt. Durch die mechanische Stimulation wird die Mikrozirkulation in der Haut verbessert – die Haut wirkt frischer und strahlender.
  • Kein Mikroplastik. Synthetische Nylonnetze und Polyester-Waschbeutel setzen bei jedem Gebrauch hunderte Mikrofasern frei – direkt auf die Haut, direkt ins Abwasser. Bio-Leinen gibt keine synthetischen Fasern ab. Der Peeling-Effekt ist vollständig natürlich.

Seifenbar statt Duschgel: Ökologie, die man spürt

Das Seifensäckchen ist nicht nur ein Duschutensil – es macht den Umstieg von Duschgel in Plastikflaschen auf die feste Seife überhaupt erst komfortabel und effizient. Dieser Umstieg ist ökologisch bedeutsamer, als er auf den ersten Blick wirkt:

  • Plastikverpackung entfällt vollständig. Eine Duschgelflasche aus Plastik ist nach 3–4 Wochen verbraucht. Eine feste Seife im Seifensäckchen kommt komplett ohne Plastik aus – Verpackung ist Papier oder Karton, oder sie entfällt ganz.
  • Duschgel besteht zu 80–90 % aus Wasser. Du transportierst, bestellst und bezahlst im Wesentlichen Wasser, das in Plastik abgefüllt wurde. Eine konzentrierte feste Seife enthält dieses unnötige Wasser nicht – mehr Reinigungsleistung pro Gramm, weniger Volumen, weniger Transport-CO₂.
  • Kein Seifenrest geht verloren. Kleine Seifenstückchen, die zu klein zum Festhalten sind, landen im Säckchen und werden dort vollständig aufgebraucht. Echtes Zero-Waste-Duschen – bis zum letzten Krümel.
  • Geringerer CO₂-Fussabdruck. Weniger Gewicht, kleineres Volumen, keine Plastikproduktion: Herstellung und Transport fester Seife erzeugen deutlich weniger Emissionen als äquivalente Duschgelmengen in Plastikflaschen.

Bio-Leinen: die ideale Faser für die Dusche

  • Schnelltrocknend und natürlich antimikrobiell. Leinen hat eine hohle Faserstruktur, die Feuchtigkeit rasch nach aussen transportiert. Das Säckchen trocknet deutlich schneller als Baumwollprodukte – ein entscheidender Vorteil im feuchten Duschbad. Langsam trocknende Textilien begünstigen Keimbildung; Bio-Leinen minimiert dieses Risiko von Natur aus.
  • Wird mit der Wäsche weicher – nicht rauer. Leinenfasern werden mit jeder Wäsche geschmeidiger. Was beim ersten Kontakt noch leicht strukturiert wirkt, entwickelt sich zu einem sanften, angenehmen Gefühl auf der Haut.
  • 100 % vegan und langlebig. Bio-Leinen ist eine reine Pflanzenfaser – keine tierischen Bestandteile. Leinenfasern sind von Natur aus stärker als Baumwollfasern. Bei richtiger Pflege überdauert das Säckchen synthetische Alternativen um Jahre.

Pflege

Das Säckchen bei bis zu 60 °C in der Waschmaschine waschen. Anschliessend an der Kordelzugschlaufe aufgehängt trocknen lassen. Mit jedem Waschgang werden die Fasern weicher. Bei täglicher Nutzung empfehlen wir eine Wäsche pro Woche.

Zusammenfassung: Das Bio-Leinensäckchen ist ein natürliches Peeling-Tool ohne Mikroplastik, das Hautzellen sanft ablöst und die Durchblutung anregt. Kombiniert mit einer festen Seife ersetzt es die Plastikflasche vollständig: kein Plastikmüll, kein unnötiges Transportwasser, kein Seifenrest im Abfall. Bio-Leinen trocknet schnell, wird weicher mit jeder Wäsche und ist 100 % vegan.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet GOTS-zertifiziert konkret für ein Seifensäckchen?

Ein GOTS-zertifiziertes Seifensäckchen besteht zu mindestens 95 Prozent aus biologisch angebautem Naturfasern und wurde ohne verbotene Chemikalien gefärbt oder veredelt. Die Zertifizierung prüft lückenlos jede Stufe der Lieferkette – vom Anbau über das Spinnen und Weben bis zur Verpackung. Für ein Produkt, das täglich nass Deine Haut berührt, ist das die relevanteste Zertifizierung überhaupt.

Worin liegt der Unterschied zwischen GOTS und anderen Bio-Labels?

GOTS ist der einzige Standard, der ökologische und soziale Anforderungen gleichzeitig über die gesamte Produktionskette hinweg verbindlich prüft. Labels wie Öko-Tex Standard 100 testen primär auf Schadstoffe im fertigen Produkt, nicht aber den Anbau oder die Arbeitsbedingungen in der Fabrik. Fairtrade fokussiert Handelsfairness und Bauernrechte – aber nicht die chemische Sicherheit der Nassverarbeitung.

Sind GOTS-Textilien auch für Allergiker geeignet?

Da GOTS den Einsatz von Azofarbstoffen, hormonell wirksamen Substanzen, Formaldehyd-Harzen und toxischen Schwermetallen strikt verbietet, ist das Reizpotenzial für die Haut deutlich geringer als bei konventionell verarbeiteten Textilien. Ein GOTS-Seifensäckchen ist deshalb besonders für Personen mit sensibler Haut oder Kontaktallergien geeignet.

Was hat GOTS mit Kinderarbeit zu tun?

GOTS verpflichtet alle zertifizierten Betriebe zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen. Kinderarbeit ist strikt verboten und wird durch unabhängige Audits kontrolliert – Prüfer verlangen Altersbelege und prüfen Lohnlisten. Damit kannst Du sicher sein, dass entlang der gesamten Lieferkette soziale Mindeststandards eingehalten werden.

Woran erkenne ich ein echtes GOTS-Label?

Das Zertifikat enthält eine eindeutige Zertifikatsnummer, die Du auf der offiziellen GOTS-Website unter global-standard.org verifizieren kannst. Produkte ohne überprüfbare Nummer sind nicht zertifiziert. QUOALA-Produkte werden mit vollständiger Zertifikatsnummer angeboten.

Wie oft wird die GOTS-Zertifizierung erneuert?

Jedes zertifizierte Unternehmen in der Produktionskette muss sich jährlich neu auditieren lassen. Zusätzlich sind unangekündigte Stichprobenkontrollen jederzeit möglich. Das bedeutet: Die Zertifizierung ist keine einmalige Prüfung, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Unternehmen, die die Anforderungen nicht mehr erfüllen, verlieren die Zertifizierung sofort.

Kann GOTS eine vollständige Wasserfreiheit der Produktion garantieren?

Nein – und das wäre auch keine ehrliche Aussage. Baumwollverarbeitung benötigt Wasser. Was GOTS garantiert: Die Abwasserqualität ist reguliert, Fabriken müssen Kläranlagen betreiben, und biologischer Anbau reduziert den Bewässerungsbedarf im Vergleich zu konventionellem Anbau deutlich. GOTS ist kein Freifahrtschein – es ist das stärkste verfügbare Instrument zur Minimierung der Wasserbelastung.

Warum hat QUOALA sich für GOTS und nicht für ein anderes Siegel entschieden?

Weil GOTS das einzige System ist, das alle für uns relevanten Fragen gleichzeitig beantwortet: Sind die Rohfasern sauber angebaut? Wurden keine giftigen Chemikalien verwendet? Wurden die Arbeitskräfte fair behandelt? Kann ich die gesamte Lieferkette zurückverfolgen? Kein anderes Label leistet all das gemeinsam in einem auditierten, öffentlich verifizierbaren Rahmen. Und gerade weil ein Seifensäckchen täglich nass Deine Haut berührt – über Poren, die offen und aufnahmebereit sind – ist das für uns keine optionale Zertifizierung, sondern eine nicht verhandelbare Anforderung an jedes Produkt, das wir anbieten.


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Wissenschaftliche Belege & Referenzen

  1. GOTS v7.0 Richtlinien: Der Global Organic Textile Standard definiert in Version 7.0 weltweit anerkannte, strenge Kriterien für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern, von der Ernte bis zum fertigen Produkt, inkl. sozialer Mindeststandards (ILO). Quelle: Global Standard (GOTS).
  2. ILO-Kernarbeitsnormen: Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definiert acht grundlegende Übereinkommen, die GOTS als verbindlichen Mindeststandard vorschreibt – darunter Verbot von Kinderarbeit, Koalitionsfreiheit und Diskriminierungsverbot. Quelle: ILO: Internationale Kernarbeitsnormen.